Nachschau - Veranstaltung am 17.09.2010

Sektionsleiter Wolfgang Domes

diskutiert mit GfW-Präsidentin Ulrike Merten

Positive Stimmen beim

Wehrpflichtigen-Empfang 2010

Recklinghausen / Münster (mge) - Der Münstersche Sektionsleiter, Oberstleutnant a.D. Wolfgang Domes, traf jetzt die neue GfW-Präsidentin Ulrike Merten. Auf einer Veranstaltung der Nachbarsektion in Recklinghausen beschäftigten sich Ulrike Merten und Wolfgang Domes mit der Wehrpflicht. Denn die Grundwehrdienstleistenden aus dem Kreis Recklinghausen ernteten dort große Anerkennung für ihre Bereitschaft, den Wehrdienst abzuleisten.

GfW-Präsidentin Ulrike Merten beim Wehrpflichtigenempfang 2010 in Recklinghausen

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Mit dem „Wehrpflichtigen-Empfang 2010“ im Kreishausfoyer sprach Landrat Cay Süberkrüg allen für Anfang Oktober einberufenen jungen Männern aus dem Vestischen Kreis den Dank und die Unterstützung der Bürger aus. Dieser schon seit Jahren fest etablierte Termin des „Netzwerkes Bundeswehr“ fand jetzt erneut statt.

Das „Netzwerk Bundeswehr“ unter Führung des Landrates im Kreis Recklinghausen umfasst alle Verbände und Dienststellen, die mit den Streitkräften in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die Recklinghäuser Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., das Kreisverbindungskommando Recklinghausen als Zivil-Militärisches Verbindungsorgan, der Reservistenverband Recklinghausen/ Gelsenkirchen, das Kreiswehrersatzamt, das mittlere Transporthubschrauber-Regiment 15 als Pateneinheit des Kreises, der Wehrdienstberater und das Munitionsdepot Wulfen.

Dieses Netzwerk fungiert seit rund sieben Jahren. Eine Veranstaltung widmet sich den Grundwehrdienstleistenden (GWDL) in Deutschlands größtem Kreis: Der Wehrpflichtigen-Empfang. Dazu werden alljährlich rund zwei Wochen vor der Einberufung die aus dem Kreis stammenden GWDL vom Landrat und vom Netzwerk eingeladen, um mit ihnen über die Zeit bei der Bundeswehr zu sprechen, den Dank der zehn Kommunen an seine Bürger für den Dienst in den Streitkräften auszusprechen und in guter Atmosphäre bei einem anschließenden Empfang mit Eltern, Freundinnen und Freunden sich auszutauschen, ansprechbar zu bleiben und zu informieren. Im Netzwerk finden darüber hinaus Veranstaltungen im Kooperationsverbund Bundeswehr und Sicherheitspolitik statt, gegenseitige Informationsbesprechungen und natürlich auch einige kleine, gesellige Zusammenkünfte.

„Wir wissen noch nicht, ob es der letzte Empfang für Wehrpflichtige sein wird. Die derzeitige Debatte um eine mögliche Aussetzung des Grundwehrdienstes soll uns aber nicht abhalten, diese Tradition in diesem Jahr aufrecht zu halten“, erklärte Landrat Cay Süberkrüg bei der Begrüßungsrede vor rund 100 Gästen. Das bekräftigte Ulrike Merten, seit April 2010 neue Präsidentin der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. (GfW): „Als ehemalige Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und jetzige Präsidentin der GfW kann ich den Dank des Kreises an seine jungen Wehrpflichtigen als eine sehr gute Idee und besondere Wertschätzung an die Staatsbürger einstufen. Ihr Netzwerk bekräftigt den Gemeinsinn und die staatsbürgerliche Verantwortung. Und danken möchte ich unseren jungen Wehrpflichtigen ebenfalls für Ihr Engagement. Ich freue mich über diese Einladung sehr und bin schon richtig gespannt über die anschließenden Gespräche", ergänzte Ulrike Merten.

Eingeladen hatte diesen Ehrengast GfW-Sektionsleiter und Landesvorsitzender Martin Gerdes, der diesen Empfang zusammen mit Kreisverwaltung und Reservistenverband als Leiter des Kreisverbindungskommando Recklinghausen und Beauftragter der Bundeswehr für Zivil-Militärische Zusammenarbeit vorbereitet hat. „Die Wehrpflicht ist für mich ein Herzensanliegen. Aber natürlich sehe ich es auch als Aufgabe des Verbindungsorgans der Bundeswehr zum Kreis an, diese Öffentlichkeitsarbeit mit zu tragen und zu gestalten. Da haben wir in den vergangenen vier Jahren seit Aufstellung schon so einiges auf die Beine gestellt, übrigens zusammen mit dem VdRBw und der GfW als außen- und sicherheits-politisches Forum hier im Bereich.

Seitens der GfW nahmen an dieser Veranstaltung auch der Münstersche Sektionsleiter Oberstleutnant a.D. Wolfgang Domes und der Stellvertretende Sektionsleiter Recklinghausen, Oberstleutnant Andreas Jung vom I. Deutsch/ Niederländischen Korps, teil. Und über den Münsterschen Besuch und die aktive Teilnahme freute sich der Recklinghäuser sehr. Wolfgang Domes dazu: „Ich bin sehr froh, dass ich hier mit unserer neuen Präsidentin der GfW diskutieren kann. Zudem ist der Erfahrungs- und Meinungsaustausch in der aktuellen Diskussion um Wegfall oder Beibehaltung des Grundwehrdienstes für uns in Münster sehr wichtig. Die Stimmen von Ulrike Merten und auch den einberufenen jungen Männern hier im Kreishaus bestärken mich darin, die sicherheitspolitische Debatte nicht zu vernachlässigen.“ Wolfgang Domes wies in diesem Zusammenhang auf die Kooperation mit dem VdRBw hin. „Wir haben hier bald eine Podiumsdiskussion mit vier Bundestagsabgeordneten. Da gibt es sehr viel Diskussions- und Gesprächsbedarf. Zudem freue ich mich auf unseren nächsten Referenten. Am 23. Oktober 2010 spricht bei uns im Offizierheim in Münster-Handorf Winfried Nachtwei von Bündnis 90/Die Grünen.“ Der Vortrag vom ehemaligen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei und über alle Parteigrenzen anerkannten Sicherheitspolitiker beginnt um 13.45 Uhr in Münster-Handorf und wird in Kooperation mit den Nachbarsektionen stattfinden.

GfW-Sektionsleiter Wolfgang Domes (2.v.r.) traf Präsidentin Ulrike Merten (mitte)

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Mit welchen Empfindungen sehen denn die einberufenen jungen Männer ihren Wehrdienst entgegen? Welche Ziele haben sie sich gesetzt? Und wie ist die Stimmung vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Bundeswehr, Auslandseinsätze und Wehrpflicht? Das wollte das Netzwerk Bundeswehr natürlich wissen. Andreas Tietz aus Haltern am See wird zum 4. Oktober nach Kastellaun einberufen. Er sieht die Sache überaus positiv: „Irgendwie freue ich mich auf diese Zeit. Auch sehe ich das als kleine Herausforderung, die Allgemeine Grundausbildung mit der ganzen Bandbreite des Soldatseins zu erfahren. Eine mögliche Aussetzung wäre für mich kein Grund, mit schlechtem Gefühl diese Zeit anzugehen.“ Das bestätigte Samuel Schmitt aus Gladbeck (Westf.): „Ich bin auch gespannt und gehe mit einem guten Gefühl an diesen neuen Lebensabschnitt. Zum 4. Oktober bin ich nach Strausberg bei Berlin einberufen. Also ziemlich weit von zu Hause weg.“ Samuel Schmitt will die Grundausbildung abwarten und wenn es super läuft, überlegt er jetzt schon, ob eine Weiterverpflichtung als Soldat auf Zeit möglich ist.

Alle Hände voll zu tun hatte Frank Flügel, Oberleutnant und Wehrdienstberatungs-Offizier im Recklinghäuser Kreiswehrersatzamt. „Für diese Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, deswegen sind wir hier im Netzwerk Bundeswehr alle zusammen. Wir garantieren Kompetenz und Antworten auf Fragen.“ Nach Strausberg geht es auch für Jonas Kuballa. Der Halterner interessiert sich auch für Politik. Die Nähe zu Berlin will er nutzen für den einen oder anderen Besuch im Deutschen Bundestag und Hauptstadtkulisse. Dazu konnte Ulrike Merten wertvolle Tipps geben.

Text: GfW NRW

Fotos: GfW RECKLINGHAUSEN

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