Nachschau - Veranstaltung am 10.11.2012

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Pressebericht

vom 17.11.2012

Jeder hat das Bedürfnis nach Sicherheit im Leben

2. Schaumburger Plattform im Hubschraubermuseum

vlnr. Klaus Suchland, Initiator der Schaumburger Plattform und Sektionsleiter Minden, GfW-Präsidentin Ulrike Merten, Ulrich Wilke, Stellvertreter des Sektionsleiters

BÜCKEBURG (hb/m). Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik - Sektion Minden - hatte zur 2. Schaumburger Plattform ins Hubschraubermuseum eingeladen. Das Thema lautete: "Sicherheit hat viele Gesichter". Es wurde der Frage nachgegangen, ob auch die Sicherheit weitgehend von der Stabilität der Finanzmärkte und der Wirtschaft abhängt. Sektionsleiter Oberst a.D. Klaus Suchland freute sich, etwa 160 Gäste begrüßen zu können. Die einzelnen Themen würden zeigen, dass der Einfluss von Wirtschaft und Finanzen immens geworden ist. "Die Welt lebt - auch jenseits der gegenwärtigen Finanzkrise - unter dem Primat der Ökonomie", stellte Suchland fest. Es habe sich, so Suchland, die Meinung verfestigt, dass der Einsatz militärischer Mittel gegen die neuen Bedrohungen nur begrenzt wirksam sei. Entsprechend gering falle die politische Unterstützung für zumindest die Beibehaltung von Verteidigungsausgaben und für Militäreinsätze aus, "deren Kosten hoch, deren Dauer ungewiss und deren Erfolgsaussichten unsicher" seien. Angesichts der Ängste und Sorgen, dass das Ersparte von "Otto Normalverbraucher" auch noch gefährdet sei, werde die Frage der Verteidigungsfähigkeit eher zum Randthema. "Sicherheit ist das Grundbedürfnis aller Menschen, ob Sicherheit der Renten oder des Euro - Sicherheit bewegt uns alle", meinte Bürgermeister Reiner Brombach in seinem Grußwort. Für Ulrike Merten-Hamann, Präsidentin der GfW, ist die Lage unübersichtlicher, die Bedrohungen und Gefährdungen vielfältiger geworden, erweitert um ökonomische, ökologische und soziale Dimensionen. Zudem würden die Menschen anfälliger für radikale Einflüsterungen von Ideologen.

GfW-Präsidentin Ulrike Merten schaltet sich in die Diskussion ein. Dahinter SL Klaus Suchland

Steffen Kampeter, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, verwies auf das Ergebnis einer Umfrage in der EU. Demnach fühlen sich 34 Prozent der Menschen durch Wirtschafts- und Finanzfragen bedroht, weit mehr als durch Terrorismus, Atomkraft und Klimawandel. Der Euro zwinge uns, sich mit der europäischen Frage zu beschäftigen. "Deutschland und die Bürger haben ein starkes Interesse an der Fortführung der europäischen In­tegration", sagte Kampeter. Äußerungen wie "wir Deutschen sind die Zahlmeister der EU und retten andere Länder, die über ihre Verhältnisse leben", seien zu kurz gedacht. Deutschland, deutsche Firmen und die Arbeitnehmer würden besonders stark von der europäischen Integration profitieren. Man dürfe nicht glauben, dass "wir die Verantwortung für Europa aus Barmherzigkeit gegenüber anderen Ländern übernehmen". Kampeter bezeichnete Europa als "ein einzigartiges Friedens- und Freiheitsmodell". Der CDU-Bundestagsabgeordnete plädiert für "mehr global Government", also eine internationale Abstimmung. Die nationale Souveränität werde nur eingeschränkt, wenn Regeln verletzt werden. Foto: hb/m

 

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