Nachschau - Veranstaltung am 29.04.2014

                                                                   

 

Henning vom Stein

Bertelsmann – Stiftung 

am Dienstag, 29. April 2014, 19:30 Uhr
im “Hotel Hubertushof” Lippstadt

 Holzstr. 8, Bad Waldliesborn

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Pressebericht

vom 24.05.2014

EU-Experte vom Stein plädierte für eine europäische Wertegemeinschaft

LIPPSTADT. „Wir sind in einem Europa angekommen, in dem wir uns von im Wettstreit befindlichen Volksgemeinschaften zu einer Wertegemeinschaft entwickelt haben“, betonte Henning vom Stein kürzlich im „Hubertushof“. Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik hatte den Senior Projekt Manager bei der Bertelsmann-Stiftung nach Lippstadt eingeladen.

Der engagierte EU-Experte stellte an diesem Abend die Ergebnisse einer von der Bertelsmann-Stiftung initiierten Untersuchung vor, die sich mit dem „demokratischen Europa“ auseinandersetzt. Genau das richtige Thema im Vorfeld der Europa-Wahl, bei der morgen in Deutschland über 20 Parteien antreten. Zum ersten Mal haben die Bürger mit ihrer Stimme auch Einfluss darauf, wer in der nächsten Legislatur die Europäische Kommission leiten wird.

Doch im Raum stehen auch Begriffe wie „Europa-Verdrossenheit“ und „Demokratiedefizit“. In den Augen vieler Bürger haben Vertiefung und Erweiterung der EU dazu geführt, dass politische Entscheidungen oft langsam gefällt werden und nicht mehr nachvollziehbar sind. Politik in Europa wird oft als ineffizient wahrgenommen. „Über die Funktionsfähigkeit des Marktes und einen florierenden Handel allein, kann man in Europa und der mit ihm verbundenen Nachbarschaft Wohlstand und Werte nicht sichern und Krisen nicht verhindern“, beurteilt Henning vom Stein die gegenwärtige Situation.

„Solidarität im globalen Kontext“

Europa müsse sich nach innen stabilisieren und nach außen als zukunftsfähig erweisen. Die Zielformulierung heute laute: „Eine Europäische Solidaritäts- und Verantwortungsgemeinschaft im globalen Kontext. Auf die Werte unseres Gesellschaftsmodells hin ausgerichtet.“

Die Gesellschaften in den Ländern seien von einer sehr ähnlichen multikulturellen Vielfalt geprägt: „Ob nun in Deutschland, Italien, Frankreich und auch Griechenland. Das muss man in der Gestaltung eines demokratischen Europas viel stärker berücksichtigen.“

Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Aspekt, dass die Wahl eine Richtungsentscheidung zwischen einem „Europa der Mitgliedsstaaten“ und einem „Europa der Bürger“ sein wird. Referent vom Stein ist sicher, dass sie auch eine hohe Bedeutung für die Gestaltung der Gemeinsamen
Außen- und Sicherheitspolitik haben wird. (hewi)

 

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