Nachschau - Veranstaltung am 09.09.2014

 

 

am Dienstag, 09. September 2014, 19:30 Uhr

  im “Hotel Hubertushof” Lippstadt

Holzstr. 8, Bad Waldliesborn

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Veranstaltungsbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung

vlnr: Ehrensektionsleiter Ingolf Parl, Referent Dr. Kinan Jaeger, Geschäftsführer Dieter Brand, Marc Würfel-Elberg vom KAS-Bildungswerk Dortmund  Foto: KAS/GfW

Lippstadt - Bad Waldliesborn. Zur ersten Vortragsveranstaltung im 2. Halbjahr 2014 konnten Ingolf Parl von der Sektion Lippstadt der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) und Marc Würfel-Elberg von der Konrad-Adenauer-Stiftung ,Bildungswerk Dortmund, gemeinsam mit der Reservistenkameradschaft Lippstadt als Referenten Dr. Kinan Jaeger, Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaften und Soziologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn begrüßen.

Vor ca. 60 Zuhören präsentierte Dr. Kinan Jäger eine Analyse zur politischen Situation im Nahen Osten mit dem Schwerpunkt zur Lage in Syrien. Nach dem „Arabischen Frühling“ im Jahr 2011 begann durch den Bürgerkrieg in Syrien ein totales Chaos, auch auf Grund einer verfehlten Politik der westlichen Staaten. Es entwickelte sich eine Eigendynamik, die durch  Zerstörung von Kulturgut, der Umwelt und einer Flüchtlingswelle gekennzeichnet ist. Die Staaten des Nahen Ostens sind die Folgen einer staatlichen Aufteilung zu Anfang des 20. Jahrhunderts, als Frankreich und Großbritannien eine willkürliche Kolonialpolitik betrieben. Zur Zeit sind jeweils ein Drittel des Staatsgebiets von Syrien unter Kontrolle der Rebellen, des Assad-Regimes und der ISIS-Kämpfer. Die strategischen Bündnisse im Nahen Osten sind schwer durchschaubar und die Möglichkeiten der „Arabischen Liga“ werden völlig überschätzt. Auch geostrategische Aspekte der Region in Bezug auf die Politik der westlichen Staaten wurden angesprochen, weil die Zerstrittenheit in Region den westlichen Interessen nützt.

In der Diskussion ging es um Fragen zu möglichen Strategien des Westens gegenüber den Staaten des Nahen Ostens (Iran, Israel), mögliche Waffenlieferungen an die Kurden und energiepolitische Folgen. Weiterhin wurde die Zusammensetzung der ISIS-Miliz angesprochen, die zu einem Viertel aus Europäern bestehen. Der ausgerufene Islamische Staat ist kein Gottesstaat sondern eine brutal Terrormiliz.

Dr. Jaeger sprach von zwei Lösungsoptionen. Machtteilung unter den verschiedenen Gruppen oder ein auseinander brechen der gesamten Region. Sein Schlusswort: “Im Nahen Osten ist alles möglich und in einigen Jahren kann alles anders sein.“ Keine guten Aussichten!

 

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