Nachschau - Veranstaltung am 09.09.2014

 

 

am Dienstag, 09. September 2014, 19:30 Uhr

  im “Hotel Hubertushof” Lippstadt

Holzstr. 8, Bad Waldliesborn

*****

Pressebericht

vom 22.09.2014

Experte referiert bei der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik über aktuelle Lage in Syrien

Nach der Diskussionsrunde: (v. l.) Ingolf Parl ( GfW) , Referent Dr. Kinan Jaeger, Dieter Brand (GfW)

und Marc Würfel-Elberg (KAS).

LIPPSTADT ■ Kann es in Syrien ein friedliches Miteinander geben? Dieser und anderen Fragen widmete sich Dr. Kinan Jaeger bei einer gleichnamigen Veranstaltung. Zu ihr hatten die Lippstädter Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), das Bildungswerk Dortmund und die örtliche Reservistenkameradschaft den Experten eingeladen.

Jaeger, der Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaften und Soziologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Universität ist, analysierte zunächst die politische Situation im Nahen Osten. Seinen Fokus legte er auf die derzeitige Lage Syriens. „Nach dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 begann durch den Bürgerkrieg in Syrien ein totales Chaos“, heißt es in einer Pressemitteilung über den Vortrag im Hubertushof. Daran, so der Referent, sei unter anderem auch eine verfehlte Politik
der westlichen Staaten schuld. Es entwickelte sich eine Eigendynamik, die durch die Zerstörung von Kulturgut, der Umwelt sowie Flüchtlingswellen gekennzeichnet sei.

Die Staaten des Nahen Ostens sind die Folge einer staatlichen Aufteilung Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals betrieben Frankreich und Großbritannien eine willkürliche Kolonialpolitik. Zurzeit seien jeweils ein Drittel des syrischen Staatsgebietes unter der Kontrolle der Rebellen, des Assad-Regimes und der Isis- Kämpfer. Die strategischen Bündnisse im Nahen Osten, so Jaeger, seien schwer zu durchschauen und die Möglichkeiten der Arabischen Liga völlig überschätzt. Auch geostrategische Aspekte der Region in Bezug auf die westliche Politik sprach der Experte an. Und zwar deshalb, weil die Zerstrittenheit in der Region den westlichen Interessen sogar nütze.

Bei der anschließenden Diskussion mit den rund 60 Zuschauern ging es um Fragen zu möglichen Strategien des Westens gegenüber Staaten wie dem Iran oder aber Israel, um mögliche Waffenlieferungen an die Kurden und energiepolitische Folgen. Weiterhin wurde die Zusammensetzung der Isis-Miliz angesprochen, die zu einem Viertel aus Europäern bestehe. Das Schlusswort Jaegers an diesem Tag lautete: „Im Nahen Osten ist alles möglich und in einigen Jahren kann alles anders sein.“

Oben                                                                                                                                                                    Zurück

Unsere Partner: