Nachschau - 9. Petersberger Gespräche

 

            

        Pressebericht          

vom 11.04.2012

In Bonn über Sicherheitsfragen diskutiert

Das neunte Petersberger Gespräch zur Sicherheit fand wieder im Gästehaus der Bundesregierung hoch über dem Bonner Rheintal statt. Wolfgang Hellmich, Mitglied des Deutschen Bundestages und im Verteidigungsausschuss, sowie Oberst Ulrich Kirsch, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes, begrüßten über 300 Teilnehmer – darunter auch die Vertreter der GfW Sektion Lippstadt, die der Einladung der SPD gefolgt waren. „Deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik und die Neuausrichtung der Bundeswehr“ waren die Themen der Veranstaltung.

Angeführt wurde die Rednerliste von Frank-Walter Steinmeier, MdB und Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag. Frank-Walter Steinmeier, zurück aus den Vereinigten Staaten, brachte den Eindruck mit, dass in den USA wieder ein Überdenken der Sicherheitsstrategie stattfindet. Die Hinwendung zum asiatisch - pazifischen Raum scheint wieder etwas in Frage gestellt.

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           Eigenbericht der Sektion           

9. Petersberger Gespräch mit Wolfgang Hellmich MdB

Foto v.l. Dieter Brand, Sektion  Lp, Wolfgang Hellmich MdB, Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister a.D., Jürgen Franke, Sektion Lp, Ingolf Parl, Sektion Lp

Das 9. Petersberger Gespräch zur Sicherheit fand wieder im Gästehaus der Bundesregierung hoch über dem Bonner Rheintal statt. Wolfgang Hellmich Mitglied des Deutschen Bundestages und im Verteidigungsausschuss und Oberst Ulrich Kirsch,  Vorsitzender des Bundeswehr–Verbandes, begrüßten über 300 Teilnehmer, darunter auch die Vertreter der GfW Sektion Lippstadt, die der  Einladung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und der Karl-Theodor–Molinari-Stiftung/Bildungswerk des Deutschen Bundeswehr-Verbandes gefolgt waren.

Die nun zum neunten mal ausgerichtete Kooperationsveranstaltung ist in der sicherheitspolitischen Community fest installiert. Gegründet hat sie Ulrike Merten, die jetzige Präsidentin der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik, als sie  MdB und Vorsitzende des Verteidigungsausschuss war. „Deutsche und Europäische Außen- und Sicherheitspolitik-Neuausrichtung der Bundeswehr“ waren die Themen der Veranstaltung am 9. März. Angeführt wurde die Rednerliste von Frank-Walter Steinmeier, MdB und Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag.

Frank-Walter Steinmeier, zurück aus den Vereinigten Staaten, brachte den Eindruck  mit, dass in den USA wieder ein Überdenken der Sicherheitsstrategie stattfindet.  Die Hinwendung zum asiatisch-pazifischen Raum scheint wieder etwas in Frage gestellt zu werden. Der Abzug aus Afghanistan und die Übergabe der Verantwortung an die heimischen Sicherheitskräfte ist beschlossen. Eine Erkenntnis aus den Auslandseinsätzen ist, das gilt für alle beteiligten Nationen, dass man seine Fähigkeiten überschätzt hat.

Das Verteidigungsministerium war durch Staatssekretär Stéphane Beemelmans vertreten. Dieser erläuterte dem Auditorium die Gründe und den augenblicklichen Sachstand der Neuausrichtung der Bundeswehr.

Oberst Ulrich Kirsch, der die Petersberger Gespräche seit fünf Jahren begleitet, wies in seinen Ausführungen auf die Bewährung in der multinationalen Zusammenarbeit hin und begrüßte dabei den Verteidigungsattaché der französischen Botschaft Generalmajor Philippe Chalmel, der von 2009 - 2011 die deutsch-französische Brigade führte.

In seiner späteren Rede meinte Generalmajor Chalmel dass die Zukunft  Außen- und Sicherheitspolitik auch historisch zu betrachten ist. Er erinnerte an das Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft Anfang der fünfziger Jahre,  an die kleinen Schritte der deutsch-französischen Zusammenarbeit und forderte ein sicherheitspolitisches Gesamtkonzept mit Deutschland und Frankreich als Bindeglied in Europa, wobei nationale Schranken zu akzeptieren sind.

Jerzy Marganski, seit vier Wochen Botschafter der Republik Polen in Berlin, plädierte dafür, dass die EU mehr Verantwortung in der Außen- und Sicherheitspolitik übernehmen müsse. Die anfängliche Skepsis Polens gegenüber der GASP  hat sich  geändert. Notwendig wäre eine Verbesserung der Krisen- und Reaktionsfähigkeit

In seinem Schlusswort dankte Wolfgang Hellmich dem Koordinator und Moderator Hans-Joachim Schaprian, Oberst a.D, und den Helfern im Hintergrund.

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