Nachschau - Veranstaltungen am 08. und 09.10.2013

                                                                   

 

Vorträge mit Tal Gat

Foto: archiv.israelkongress.de

Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

an der Botschaft des Staates Israel, Berlin

 

Vortrag

vor Schülern und Lehrern

zum Thema

Der Nahe Osten zwischen demokratischem Aufbruch

und Terror.  Ein Lagebericht.

am Dienstag, 08. Oktober 2013, 13.30 - 15.00 Uhr

im Forum des Gymnasiums Marienschule

 

Öffentlicher Vortrag

zum Thema

Die aktuelle Situation im Nahen Osten

am Dienstag, 08. Oktober 2013, 19.30 - 21.30 Uhr

im Forum des Gymnasiums Marienschule

 

Vortrag

vor Schülern und Lehrern

zum Thema

Israel und die Arabischen Umbrüche

am Mittwoch, 09. Oktober 2013, 09.45 - 11.15 Uhr

im Forum der Europaschule Ostendorf Gymnasium

*****

Pressebericht

vom 10.10.2013

Wer Tango tanzen will, braucht einen Partner

Botschaftsangehöriger Israels referiert an Lippstädter Schulen

 Nach einem angeregten Gespräch stellten sich Tal Gat, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Israelischen Botschaft in Berlin (2. v. r.) und Bürgermeister Christof Sommer (Mitte) sowie Ehrensektionsleiter Ingolf Parl (l.),

Dieter Brand, Geschäftsführer der Sektion Lippstadt (2. v. l.) und Dr. Olav Freund, Sektionsleiter der Sektion Lippstadt der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik zu einem Erinnerungsfoto.

LIPPSTADT. Um über sein Heimatland Israel und dessen aktuelle, politische Lage zu informieren kam nun der Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Tal Gat, nach Lippstadt. Eingeladen hatte ihn die örtliche Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik.

Die öffentliche Abendveranstaltung im Forum der Marienschule, die unter der Überschrift „Die aktuelle Situation im Nahen Osten“ stand, behandelte Israels direkte und indirekte Nachbarn und das Gefahrenpotential, das sie für den mehrheitlich jüdischgläubigen Staat Israel darstellen.

Gat veranschaulichte, dass die Region Naher Osten spätestens seit dem Beginn des Arabischen Frühlings, der im Dezember 2010 mit der Revolution in Tunesien begann, einem ständigen Wandel unterliegt. Trotz der zahlreichen Umstürze, so der Abteilungsleiter der Öffentlichkeitsarbeit, seien bedauerlicher Weise viele Länder dennoch nicht auf dem Weg in die Demokratie. Im Falle Ägyptens bliebe noch abzuwarten.

Die isolierte und teilweise bedrohte Lage seines Heimatlandes veranschaulichte Gat, indem er äußerte, dass der israelischen Bevölkerung im gesamten Land rund eine Minute Zeit bliebe, sich in Schutzräume zurück zu ziehen, wenn beispielsweise Syrien Raketen in ihre Richtung abschießen würde.

Das öffentliche Entgegenkommen des iranischen Präsidenten Hassan Rohani beurteilt Gat - ähnlich wie der israelische Ministerpräsident Netanjahu - kritisch. Die wirklichen Fadenzieher hielten sich und ihre eigentlichen Absichten seinen Angaben nach bedeckt.

Wichtiges Gebiet seit 2000 Jahren

Auch zur konfliktiven Beziehung zu den Palästinensern und einer potentiellen Zweistaaten-Lösung nahm der Referent Stellung, indem er betonte, dass Israel prinzipiell verhandlungsbereit wäre. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es einen verlässlichen, stellvertretend für die Gesamtheit der Palästinenser agierenden Verhandlungspartner auf der Gegenseite gäbe, der das Existenzrecht Israels anerkenne, so Gat. Tango könne man schließlich auch nicht allein tanzen, verglich Gat.

Auf den umstrittenen Siedlungsbau im Westjordanland angesprochen versuchte der Botschaftsangehörige dem Publikum zu verdeutlich, dass das Gebiet für die jüdische Glaubensgemeinschaft eine historisch wichtige Bedeutung besitze, die seit 2000 Jahren eben an genau diesem Ort verankert sei. Besonders zu diesem Punkt verspürte das Publikum in der Marienschule im Anschluss an den Vortrag Redebedarf.

Bereits am Dienstagmittag hatte Tal Gat schon einmal in der Marienschule referiert. Vor knapp 300 Schülern ging es inhaltlich unter anderem um die Gründung des israelischen Staates nach dem zweiten Weltkrieg, seine isolierte Lage in der arabischen Welt, das Zusammenleben von Juden und Moslems sowie die Bedeutung Israels für die Weltpolitik.

Nach einem Gespräch mit Bürgermeister Christof Sommer, einer Stadtbesichtigung und dem abendlichen Vortrag in der Marienschule ging es für den Gast der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik am Mittwochmorgen zu einem letzten Vortrag. Veranstaltungsort dieses Mal war das Ostendorf Gymnasium. „Israel und die arabischen Umbrüche“ lautete hier das Thema. jk

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