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Nach Aussetzen der Wehrpflicht: Nachwuchsgewinnung
ist die zentrale
Herausforderung für unsere Streitkräfte
Münster/NRW - Eine ebenso hochaktuelle wie hochkarätig besuchte
Veranstaltung konnte die Münstersche Sektion anbieten. Frau
Oberleutnant zur See Dipl.-Kffr. Monika Schmied referierte über die
Offizierausbildung in der Marine und sprach über ihre Verwendung als
Wehrdienstberatungsoffizier. Beides topaktuelle Themen, die zahlreiche
Gäste in den Freiherr-vom-Stein-Saal des I. D/NL-Korps lockten.

Frau Oberleutnant zur
See Dipl.-Kffr. Monika Schmied beim Vortrag
Zusammen mit der
Nachbarsektion aus Recklinghausen konnte Sektionsleiter Wolfgang Domes
den Kommandierenden General des I. D/NL-Korps, Generalleutnant Ton van
Loon und seinen Chef des Stabes, Brigadegeneral Jörg Vollmer,
begrüßen. Dazu zahlreiche Vertreter des Reservistenverbandes, Oberst
a.D. Rieck von der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und den Leiter
des Chemiepark Marl, Dr. Klaus-Dieter Juszak.

vlnr.: Oberst a.D.
Rieck, DAG, KG I. D/NL-Korps, Generalleutnant Ton van Loon,
GfW-Sektionsleiter Münster, OTL a.D. Wolfgang Domes MA, Frau OLt
z.S. Monika Schmied und der Chef des Stabes I. D/NL-Korps,
BrigGen Jörg Vollmer
Die Sorge um den Nachwuchs
bestimmte die Vortragsdiskussion. Zuvor stellte Frau Schmied dar, wie
sie selbst die Offizierausbildung in der Marine erlebte und schilderte
die Eindrücke in ihrer Zeit auf dem Segelschulschiff „GORCH FOCK“. Die
seemännische Basisausbildung zählte natürlich zur ersten
Bewährungsprobe auf dem Schiff. "Die Erfahrung von sechs Wochen
Naturgewalten sind wichtig für einen Marineoffizier", schilderte
Monika Schmied. Teamfähigkeit, traditionelle Werte und auch eine
mentale wie körperliche Herausforderung waren für sie überaus wichtige
Punkte in der Zeit auf dem Schiff. Viele Fragen schlossen sich aus dem
Publikum an. Zum Aufentern sagte Schmied: "Ich habe die Aussicht aus
42 Metern Höhe genossen!"
Die Diskussion des Abends galt
auch der Nachwuchsgewinnung in der Bundeswehr. Hier kamen durchaus
kritische Stimmen aus der Zuhörerschaft. Brigadegeneral Vollmer
betonte: "Wir brauchen Hunderte, Tausende junge Menschen, die bereit
sind zu dienen." Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den
Niederlanden ergänzte der Kommandierende General, Ton van Loon, dass
die Werbung um junge Leute erheblich verstärkt werden müsse. Von
alleine kämen sie nicht. Die Nachwuchssorgen sind also groß. Und
dieses Problem zählt sicher zu den größten Herausforderungen, die die
Bundeswehr in der kommenden Zeit zu meistern hat.

Nach gelungenem
Vortragsabend: Dank an die Referentin
Insgesamt kann man dieser
Veranstaltung in Münster ein hohes Maß an Aktualität und
Diskussionsfreude bescheinigen. Und das gilt sicher als Aushängeschild
für unsere Arbeit als außen- und sicherheitspolitisches Forum.
Bericht: GfW NRW
Foto: GfW NRW
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