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Nachschau - Veranstaltung am 17.09.2010

Eigener Pressebericht

Positive Stimmen beim

Wehrpflichtigen-Empfang 2010

Netzwerk Bundeswehr im Kreis Recklinghausen lädt traditionell

Grundwehrdienstleistende vor Einberufung ein

GfW-Präsidentin Ulrike Merten dankt Wehrpflichtigen

bei der Sektion Recklinghausen

Kreis Recklinghausen (mge) - Einen großen Dank ernteten die Grundwehrdienstleistenden aus dem Kreis Recklinghausen. Mit dem Wehrpflichtigen-Empfang 2010  im Kreishausfoyer sprach Landrat Cay Süberkrüg an alle für Anfang Oktober einberufenen jungen Männer aus dem Vestischen Kreis den Dank und die Unterstützung der Bürger aus. Dieser schon seit Jahren fest etablierte Termin des „Netzwerkes Bundeswehr“ fand jetzt erneut statt.

Gastrednerin des Wehrpflichtigenempfangs: GfW-Präsidentin Ulrike Merten

Fotoshow von der Veranstaltung: Bitte hier klicken!

Das „Netzwerk Bundeswehr“ unter Führung des Landrates im Kreis Recklinghausen umfasst alle Verbände und Dienststellen, die mit den Streitkräften in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die Recklinghäuser Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., das Kreisverbindungskommando Recklinghausen als Zivil-Militärisches Verbindungsorgan, das Kreiswehrersatzamt, das mittlere Transporthubschrauber-Regiment 15 als Pateneinheit des Kreises, der Wehrdienstberater, das Munitionsdepot Wulfen und auch der Reservistenverband Recklinghausen / Gelsenkirchen.

Dieses Netzwerk fungiert seit rund sieben Jahren. Eine Veranstaltung widmet sich den Grundwehrdienstleistenden (GWDL) in Deutschlands größtem Kreis: Der Wehrpflichtigen-Empfang. Dazu werden alljährlich rund zwei Wochen vor der Einberufung die aus dem Kreis stammenden GWDL vom Landrat und vom Netzwerk eingeladen, um mit ihnen über die Zeit bei der Bundeswehr zu sprechen, den Dank der zehn Kommunen an seine Bürger für den Dienst in den Streitkräften auszusprechen und in guter Atmosphäre bei einem anschließenden Empfang mit Eltern, Freundinnen und Freunden sich auszutauschen, ansprechbar zu bleiben und zu informieren.

Im Netzwerk finden darüber hinaus Veranstaltungen im Kooperationsverbund Bundeswehr und Sicherheitspolitik statt, gegenseitige Informationsbesprechungen und natürlich auch einige kleine, gesellige Zusammenkünfte. „Wir wissen noch nicht, ob es der letzte Empfang für Wehrpflichtige sein wird. Die derzeitige Debatte um eine mögliche Aussetzung des Grundwehrdienstes soll uns aber nicht abhalten, diese Tradition in diesem Jahr aufrecht zu halten“, erklärte Landrat Cay Süberkrüg bei der Begrüßungsrede vor rund 100 Gästen. Das bekräftigte Ulrike Merten, seit April 2010 neue Präsidentin der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. (GfW): „Als ehemalige Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und jetzige Präsidentin der GfW kann ich den Dank des Kreises an seine jungen Wehrpflichtigen als eine sehr gute Idee und besondere Wertschätzung an die Staatsbürger einstufen. Ihr Netzwerk bekräftigt den Gemeinsinn und die staatsbürgerliche Verantwortung. Und danken möchte ich unseren jungen Wehrpflichtigen ebenfalls für Ihr Engagement. Ich freue mich über diese Einladung sehr und bin schon richtig gespannt über die anschließenden Gespräche", ergänzte Ulrike Merten.

Eingeladen hatte diesen Ehrengast GfW-Sektionsleiter und Landesvorsitzender Martin Gerdes, der diesen Empfang zusammen mit Kreisverwaltung und Reservistenverband als Leiter des Kreisverbindungskommando Recklinghausen und Beauftragter der Bundeswehr für Zivil-Militärische Zusammenarbeit vorbereitet hat. „Die Wehrpflicht ist für mich ein Herzensanliegen. Aber natürlich sehe ich es auch als Aufgabe des Verbindungsorgans der Bundeswehr zum Kreis an, diese Öffentlichkeitsarbeit mit zu tragen und zu gestalten. Da haben wir in den vergangenen vier Jahren seit Aufstellung schon so einiges auf die Beine gestellt, übrigens zusammen mit der GfW als außen- und sicherheitspolitisches Forum hier im Bereich. Seitens der GfW nahmen an dieser Veranstaltung auch der Münstersche Sektionsleiter Oberstleutnant a.D. Wolfgang Domes und der Stellvertretende Sektionsleiter Recklinghausen, Oberstleutnant Andreas Jung vom I. Deutsch / Niederländischen Korps, teil.

Mit welchen Empfindungen sehen denn die einberufenen jungen Männer ihren Wehrdienst entgegen? Welche Ziele haben sie sich gesetzt? Und wie ist die Stimmung vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Bundeswehr, Auslandseinsätze und Wehrpflicht? Das wollte das Netzwerk Bundeswehr natürlich wissen. Andreas Tietz aus Haltern am See wird zum 4. Oktober nach Kastellaun einberufen. Er sieht die Sache überaus positiv: „Irgendwie freue ich mich auf diese Zeit. Auch sehe ich das als kleine Herausforderung, die Allgemeine Grundausbildung mit der ganzen Bandbreite des Soldatseins zu erfahren. Eine mögliche Aussetzung wäre für mich kein Grund, mit schlechtem Gefühl diese Zeit anzugehen.“ Das bestätigte Samuel Schmitt aus Gladbeck (Westf.): „Ich bin auch gespannt und gehe mit einem guten Gefühl an diesen neuen Lebensabschnitt. Zum 4. Oktober bin ich nach Strausberg bei Berlin einberufen. Also ziemlich weit von zu Hause weg.“ Samuel Schmitt will die Grundausbildung abwarten und wenn es super läuft, überlegt er jetzt schon, ob eine Weiterverpflichtung als Soldat auf Zeit möglich ist.

Alle Hände voll zu tun hatte Frank Flügel, Oberleutnant und Wehrdienstberatungs-Offizier im Recklinghäuser Kreiswehrersatzamt. „Für diese Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, deswegen sind wir hier im Netzwerk Bundeswehr alle zusammen. Wir garantieren Kompetenz und Antworten auf Fragen.“ Nach Strausberg geht es auch für Jonas Kuballa. Der Halterner interessiert sich auch für Politik. Die Nähe zu Berlin will er nutzen für den einen oder anderen Besuch im Deutschen Bundestag und Hauptstadtkulisse. Dazu konnte Ulrike Merten wertvolle Tipps geben, die von Oberstleutnant Matthias Kruckow vom Führungsstab der Streitkräfte und Oberstleutnant d. Res. Dr. Heinz Hüttl, Chef des hiesigen Reservistenverbandes, ergänzt wurden.

Text: Martin Gerdes

Fotos: GfW RECKLINGHAUSEN

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