Nachschau - Veranstaltung am 14.11.2011

 

 

Außen- und sicherheitspolitischer Vortragsabend

zum Thema

Die Neuausrichtung der Bundeswehr –
eine Bewertung aus sozialdemokratischer Sicht

Referent:

Herr Abgeordneter Michael Groschek
Mitglied des Deutschen Bundestages und
Angehöriger des Verteidigungsausschusses

am Montag, 14. November 2011, 19:30 Uhr
im Tagungszentrum des Heeresamtes
Brühler Straße 300 – 50968 Köln

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Eigener Veranstaltungsbericht

GfW Köln diskutierte mit MdB Michael Groschek
die Bundeswehr-Reform

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Neuer Vizepräsident des Reservistenverbandes sprach im Kölner Heeresamt

Köln/NRW - Seinen ersten offiziellen Einsatz nach der Wahl zum Vizepräsidenten des Reservistenverbandes hatte Michael Groschek bei der Sektion Köln der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. (GfW). Der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Verteidigungssausschuss sprach über die "Neuausrichtung der Bundeswehr und die Bewertung aus sozialdemokratischer Sicht".

v.l. Mj d.R. Wolfgang Wehrend, Landesvorsitzender NRW im Reservistenverband;
OTL Herfried Martens; Dr. Askim Müller-Bozkurt; MdB Michael Groschek; Brigadegeneral Heinrich Fischer; GfW LVors NRW Martin Gerdes

(Zum Vergrößern: Bild anklicken)

Michael Groschek ist seit 2009 Abgeordneter im Deutschen Bundestag, zuvor Mitglied des Landtages NRW und Generalsekretär der SPD an Rhein und Ruhr. Rhetorisch brillant, fachlich überaus kompetent und den "Nagel auf dem Kopf" bringend sprach er vor rund 75 Gästen des Kölner Forums zur Außen- und Sicherheitspolitik. Sektionsleiterin Dr. Askim Müller-Bozkurt konnte zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Öffentlichkeit begrüßen, dabei Brigadegeneral Heinrich Fischer, Kommandeur der Heeresschulen und Stellvertretender Amtschef des Heeresamtes, sowie Brigadegeneral Franz Pfrengle. Im Kooperationsverbund mit dem Reservistenverband, der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik und dem Deutschen BundeswehrVerband gelang es Dr. Müller-Bozkurt eine überaus lebhafte und von allen Seiten begrüßte Diskussion zur Bundeswehr-Reform in Gang zu setzen.

Es entspann sich eine lebhafte Diskussion

Michael Groschek betonte, dass die eingeleitete Reform nicht mehr rückgängig gemacht werden könne, egal unter welcher Regierung. Und er zollte Verteidigungsminister de Maizière sogar Lob: "Es ist sein Verdienst, die unpopuläre Botschaft vermittelt zu haben, dass die Verkleinerung der Bundeswehr zunächst einmal richtig Geld kostet." Kritik äußerte der Sozialdemokrat an der bedingungslosen Abschaffung der Wehrpflicht, die er keinesfalls als glücklich wertete. Eine bessere Alternative wäre gewesen, weiterhin die Freiwilligen der "Wehrpflicht" zu stellen und die Nichtinteressierten einfach nicht zu ziehen. Nun falle der "normale Bürger in Uniform" komplett weg. Dieser war bisher ein sehr wichtiger Multiplikator im Bewusstsein der Bevölkerung und im gesellschaftlichen Leben. Die Bundeswehr von morgen wird nun verstärkt darum kämpfen müssen, bei der Bevölkerung nicht ganz in Vergessenheit zu geraten. Und hier sieht er enorme Aufträge für den Reservistenverband aber auch für unsere GfW.

Die Diskussion wurde im kleinen Kreis fortgesetzt

Mit Blick auf die zahlreichen Auslandseinsätze sprach Groschek Klartext: "Es ist unredlich, die Bundeswehr bewaffnet in einen Konflikt zu schicken und im Nachhinein dann in aller Ruhe darüber zu befinden, ob deren Waffeneinsatz möglicherweise dann doch nicht erwünscht war." Zudem formulierte er "Hausaufgaben" der Politik. Noch bevor die Bundeswehr in den Einsatz geschickt werden könne, müsse zusammen mit dem Militär bereits festgelegt werden, welche "Werkzeuge" zum Einsatz kommen dürfen. Des Weiteren müsse ein anschließendes Ausstiegs-Szenario vor Einsatzbeginn geklärt sein. Und das Ziehen der Lehren aus dem bisherigen Afghanistan-Einsatz wäre aus seiner Sicht ein weiterer Kernpunkt, den die Politik dringlichst zu klären hat.

Nach fast zwei Stunden Diskussion und einem vorgestellten Briefing für Führungskräfte waren sich die Kölner Sektionsleiterin Dr. Müller-Bozkurt und Michael Groschek einig: "Wir haben noch viele Fragen offen, die wir in einer weiteren Veranstaltung diskutieren sollten." Ein Extra-Dank ging an den Kommandeur der Heeresschulen, Brigadegeneral Heinrich Fischer. Er hat sowohl die Einleitung als auch einen großen Teil der Organisation im Heeresamt übernommen.

Text und Foto: GfW NRW

 

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Groschek:
„Freiwillige Wehrpflicht wäre
bessere Alternative"

Bei seinem ersten offiziellen Einsatz nach der Wahl zum Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes sprach Michael Groschek bei der Sektion Köln der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. über die „Neuausrichtung der Bundeswehr und die Bewertung

aus sozialdemokratischer Sicht"

Von Martin Gerdes

Mit Blick auf die zahlreichen Auslandseinsätze fand der nordrheinwestfälische Bundestagsabgeordnete deutliche Worte: „Es ist unredlich, die Bundeswehr bewaffnet in einen Konflikt zu schicken und im Nachhinein dann in aller Ruhe darüber zu befinden, ob deren Waffeneinsatz möglicherweise dann doch nicht erwünscht war."

Kritik äußerte das Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages an der bedingungslosen Abschaffung der Wehrpflicht, die er keinesfalls als glücklich wertete. Eine bessere Alternative wäre gewesen, weiterhin die Freiwilligen der „Wehrpflicht" zu stellen und die Nichtinteressierten einfach nicht zu ziehen. Nun falle der „normale Bürger in Uniform" komplett weg. Dieser sei bisher ein wichtiger Multiplikator im Bewusstsein der Bevölkerung und im gesellschaftlichen
Leben gewesen. Die Bundeswehr von morgen werde verstärkt darum kämpfen müssen, bei der Bevölkerung nicht ganz in Vergessenheit zu geraten. Und hier sieht er enorme Aufträge für Reservistenverband und Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V.

Im Kooperationsverbund mit dem Reservistenverband, dessen Landesvorsitzender Major d.R. Wolfgang Wehrend mit von der Partie war, der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik und dem Deutschen Bundeswehrverband gelang es Müller-Bozkurt, eine überaus lebhafte Diskussion zur Bundeswehr-Reform in Gang zu setzen. Groschek betonte dabei, dass die eingeleitete Reform nicht mehr rückgängig gemacht werden könne, egal unter welcher Regierung. Er zollte Verteidigungsminister de Maiziere Lob: „Es ist sein Verdienst, die unpopuläre Botschaft vermittelt zu haben, dass die Verkleinerung der Bundeswehr zunächst einmal richtig Geld kostet."

Groschek, seit 2009 Abgeordneter im Deutschen Bundestag, war zuvor Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages und Generalsekretär der SPD an Rhein und
Ruhr. Er sprach vor rund 75 Gästen des Kölner Forums zur Außen- und Sicherheitspolitik. Sektionsleiterin Dr. Askim Müller-Bozkurt konnte zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Öffentlichkeit begrüßen, dabei Brigadegeneral Heinrich Fischer, Kommandeur der Heeresschulen und Stellvertretender Amtschef des Heeresamtes, sowie Brigadegeneral Franz Pfrengle.

 

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