Nachschau - Veranstaltung am 23.10.2012

 

 

Foto: Nils Siebert

*****

Sektionseigener Bericht

 Begegnung mit unseren Urahnen

Bei strahlendem Herbstwetter starteten wir unsere Informations- und Bildungsfahrt nach Mettmann. 28 gemeldete Teilnehmer sorgten punktgenau für eine Finanzierung mit einer „schwarzen 0“.

Der Neanderthaler

Pünktlich war das Neanderthalmuseum erreicht. In einer hervorragenden einstündigen Führung wurden wir auf eine spannende Zeitreise durch die Menschheitsentwicklung geschickt. Wir begegneten lebensgroßen Rekonstruktionen des Neanderthalers und erfuhren, dass er neuesten Forschungsergebnissen nach keine eigenständige ausgestorbene menschliche Rasse war. Die moderne Genforschung hat bewiesen, dass der heutige Mensch auch Gene des Neanderthalers in sich trägt. Dessen müssen wir uns auch nicht schämen, denn auch die These von dem dummen Urmenschen mit wenig Gehirn ist widerlegt. Zu dieser Annahme hatten die ersten Schädelfunde geführt, die eine flache Stirn aufwiesen. Neuere Funde auch der hinteren Schädelpartien zeigen jedoch, dass der Neanderthaler nicht weniger Hirn als der heutige Mensch hatte. Auch auf Sprachbegabung und großes handwerkliches Geschick kann durch die jüngsten Funde geschlossen werden.

Führung durch das Museum

Im Anschluss an die Führung blieb genügend Zeit zu einem Mittagsimbiss und einer Wanderung durch die herbstlich bunt gefärbte Natur entlang des Flüsschens Düssel zur Fundstelle des Urmenschen. Hier wurden bei Steinbrucharbeiten 1856 die ersten Überreste des Neanderthalers in der „Feldhofer Grotte“ gefunden. Diese fiel dem Fortgang der Steinbrucharbeiten zum Opfer und ist heute durch rotweiße Stangen markiert.

Fundstelle des Urmenschen

Am Nachmittag schloss sich ein Besuch der „Alten Bürgermeisterei“ in Mettmann an. Hier wurde uns zunächst mit der Bergischen Kaffeetafel eine regionale Spezialität serviert. Nach Kaffee aus der „Dröppelminna“, Rosinenstuten mit Rübenkraut und Milchreis, Waffeln, Schwarzbrot mit Quark sowie dem abschließenden „Klaren“ besichtigten wir das in dem denkmalgeschützten Haus untergebrachte Stadtmuseum. Mit historischen Exponaten und eindrucksvollen Ausstellungsstücken zur Stadtverteidigung wurde unser sicherheitspolitischer Anspruch erfüllt.

Kaffeetafel

So konnte abschließend der mögliche Eindruck einer Lustreise widerlegt werden – aber nach übereinstimmender Meinung aller Reiseteilnehmer ist es optimal gelungen, Lust, Bildung und sicherheitspolitische Aspekte miteinander zu verknüpfen.

Text und Fotos: Burkhard Popien

 

Oben                                                                                                                                                                    Zurück

Unsere Partner: