Nachschau - Veranstaltung am 22.04.2010

Sektionseigener Bericht

Mitgliederversammlung der Sektion

am Donnerstag, 22. April 2010, 19.30 Uhr

im Schützenheim St. Sebastianus

der Schützenbruderschaft Lechenich e.V.

Erftstadt - Lechenich

Da keine Wahlen anstanden, war die Versammlung auf 30 Minuten terminiert. Sektionsleiter Burkhard Popien berichtete zunächst von den Ergebnissen der Landesbereichsversammlung LB III am 13. April und der Bundesversammlung 2010 am 14. April in Berlin.

Danach trug er den Tätigkeitsbericht der Sektion seit der letzten Mitgliederversammlung im April 2009 vor. Es wurden seither 11 Veranstaltungen durchgeführt. (6 Vorträge, 3 Informations- und Bildungsfahrten, 1 Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen, 1 Jahresabschlussveranstaltung).

Der Kassenbericht ergab, dass die Sektion in 2009, besonders auf Grund der Spendenfreudigkeit der Sektionsmitglieder, einen kleinen Überschuss erwirtschaften konnte.

 

Vortrag

zum Thema

Wie funktioniert eine Stadtverwaltung -

dargestellt am Beispiel der Stadt Erftstadt

Der Mitgliederversammlung schloss sich der Vortrag des ehemaligen Erftstädter Bürgermeisters Ernst Dieter Bösche an. Er war von 1989 bis 1997 Stadtdirektor, danach  bis zum 20. Oktober 2009 hauptamtlicher Bürgermeister unserer Stadt.

Altbürgermeister

Ernst-Dieter Bösche

Zunächst stellte er die Aufgabenverteilung von Bürgermeister, Verwaltung und Rat der Stadt dar. Danach schilderte er die Praxis der Verwaltung am Beispiel aktueller und teils brisanter Themen. Da hiervon alle Zuhörer als hiesige Bürger  betroffen sind, entwickelte sich eine äußerst lebhafte und stets faire Diskussion.

Überraschend war dann die abschließende Aussage des Referenten: Er habe das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters wegen der damit verbundenen Machtfülle und Gestaltungsmöglichkeiten zwar genossen,  dennoch halte er die frühere Regelung mit ehrenamtlichem Bürgermeister und Stadtdirektor für besser. Für den jetzigen hauptamtlichen Bürgermeister gäbe es keinerlei Qualifikationsforderungen. Er steht im Spannungsfeld zwischen sachgerechter Arbeit und Wahlchancen. Trifft er im Interesse des Gemeinwohls Entscheidungen, die zahlreiche Bürger treffen (z.B. Abgabenerhöhungen) braucht er auf eine Wiederwahl nicht zu hoffen. Vermeidet er solche Entscheidungen, stagniert die Stadtentwicklung. Die frühere Konstellation beamteter Stadtdirektor als Verwaltungsfachmann und gewählter ehrenamtlicher Bürgermeister war deshalb einfacher und effektiver.

Ernst-Dieter Bösche wurde 1942 geboren. Seit mehr als 40 Jahren lebt er mit seiner Familie in Kierdorf.

Von Beruf ist er Diplom-Verwaltungswirt. Vor seinem Wechsel zur Stadt Erftstadt war er als Kreisverwaltungsdirektor tätig. 1989 wählte der Stadtrat ihn zum Stadtdirektor. 1997 wurde er in diesem Amt bestätigt. 1999 wählten ihn die Erftstädter zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt. Dieses Amt übte er bis zum 20. Oktober 2009 aus.

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