Nachschau - Veranstaltung am 21.02.2013

 

Vortragsabend

zum Thema

Brauchen wir noch Reservisten? –

Die neue Konzeption der Reserve

der Bundeswehr

 Referent:

Oberst Joachim Sanden

Leiter Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten

der Bundeswehr Bonn

am Donnerstag, 21. Februar 2013, 19.30 Uhr

im Schützenhaus

der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lechenich e.V.

Heinrich-Zimmermann-Weg,

 Erftstadt-Lechenich

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Sektionseigener Bericht

Mittlerrolle der Reservisten gewinnt an Bedeutung

Oberst Sanden beim Vortrag Foto: Rainer Urban

29 interessierte Zuhörer, darunter immerhin 2 Mitglieder von 3 eingeladenen Reservistenkameradschaften,  konnte Sektionsleiter Burkhard Popien begrüßen. Sie erlebten einen hochinteressanten Vortrag über die Reserve der Zukunft in der Neuausrichtung der Bundeswehr.

Oberst Sanden leitete seinen Vortrag mit den demografischen, politischen und finanziellen Vorgaben für die Neuausrichtung ein. Standen im Jahr 1960 noch 600.000 20-jährige als potentielle Soldaten zur Verfügung, waren es 2010 nur noch 300.000.

Im Personalumfang der neu ausgerichteten Bundeswehr sind 2.500 Dienstposten für Reservisten fest eingeplant.  Diese Truppenreserve dient der Verstärkung der aktiven Verbände im gesamten Einsatz­spektrum und im Alttagsdienst.

Die Territoriale Reserve stellt Soldaten für die Zivil-Militä­rische-Zusammen­arbeit (ZMZ) sowie für den Heimat­schutz. In 30 Einheiten sind Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) über das gesamte Bundesgebiet verteilt. In NRW werden 2 RSU Einheiten stationiert sein. Eine solche Einheit ist mit einer Kompanie vergleichbar, ist jedoch ohne feste Dienstgradstruktur für alle Dienstgrade offen. So ist es z.B. möglich, dass mehrere Stabsoffiziere innerhalb einer solchen Einheit ein Kompetenzteam für spezielle Aufgaben bilden.

Insgesamt werden zukünftig 57.100 Dienstposten für Reservisten zur Verfügung stehen.

In der Allgemeinen Reserve werden alle nicht beorderten Reservisten zusammen­gefasst, die für einen größeren und lang­fristigen Aufwuchs der Bundes­wehr bereit­stehen sollen. Zurzeit kann hierfür ein Umfang von 600.000 Reservisten vorgehalten werden.

Da die im Umfang kleiner gewordene Bundeswehr in der Fläche immer weniger präsent ist, gewinnt die Rolle des Mittlers zwischen Bundeswehr und Bevölkerung für alle Reservisten immer größere Bedeutung. Auch deshalb ist der engagierte Reservist in der neu ausgerichteten Bundeswehr unverzichtbar.

Konzeptionell gesteuert wir die Reservistenarbeit von dem in Bonn angesiedelten Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr. Diese vom Referenten geleitete Dienststelle verfügt über 22 Dienstposten.

Dem äußerst informativen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Fragen an, die der Referent umfassend beantwortete.

Burkhard Popien

 

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