Nachschau - Veranstaltung am 17.01.2012

 

Vortragsabend

zum Thema

Gliederung und Aufgaben der  Bundespolizei –

vom BGS zur Bundespolizei

Referent:

Erster Polizeihauptkommissar Frank Wiesner

Bundespolizeiinspektion Köln

am Donnerstag, 17. Januar 2013, 19.30 Uhr

im Schützenhaus

der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lechenich e.V.

Heinrich-Zimmermann-Weg,

 Erftstadt-Lechenich

 

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Sektionseigener Bericht

Ein breites Spektrum an polizeilichen Aufgaben

Trotz des winterlichen Wetters war die Veranstaltung gut besucht. Die Zuhörer erfuhren unterstützt von einer informativen Power Point Präsentation die historischen Grundlagen der heutigen Bundespolizei, die 1951 als Bundesgrenzschutz gegründet wurde.  Zunächst streng militärisch organisiert, war der BGS an der innerdeutschen Grenze und im Pass- und Seekontrolldienst eingesetzt.

1956 war der BGS mit 58% seines Personals (9572 Mann) an der Aufstellung der Bundeswehr beteiligt. Ab 1962 konnten Wehrpflichtige ihren Dienst beim BGS ableisten.

Öffentlich wahrgenommen wurden besonders der Katastropheneinsatz 1962 bei der Sturmflut an der Nordseeküste, im Mai/Juni 1972 der Einsatz bei der Großfahndungen nach der Baader-Meinhof-Gruppe, der Einsatz zur Unterstützung der XX. Olympischen Spiele in München und Kiel und als Folge des Anschlages auf die israelische Olympiamannschaft die Aufstellung der Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) als Antiterroreinheit.

1976 trat das Gesetz über die Personalstruktur des BGS in Kraft, das die Abkehr von der bis dato militärischen Ausrichtung und die Angleichung an die Polizeien der Länder einleitete.

1987 wurden die ersten Frauen in den BGS übernommen.

Die Aufgabenschwerpunkte verlagerten sich im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses auf  Transport- und Objektschutz.

1990 fielen Grenzstreifendienst und Personenkontrollen an der innerdeutschen Grenze weg. Mit der Wiedervereinigung wurden 7.000 Beschäftigte des Grenzschutzes der ehemaligen DDR in den BGS übernommen.

1992 wurden die Aufgaben der Bahnpolizei und der Schutz des Luftverkehrs übernommen. 1995 fielen die Binnengrenzkontrollen als Folge  des Schengener Durchführungsübereinkommens weg.

1998 erfolgte eine umfassende Neuorganisation des BGS, die die komplette Umstellung auf den Polizeidienst beinhaltete. Logische Folge war dann 2005 die Umbenennung des BGS in Bundespolizei.

2008 trat dann das Gesetz zur Neuorganisation der Bundespolizei in Kraft. Seither erfüllt die Bundespolizei die folgenden Aufgaben:

Grenzpolizeiliche Aufgaben, Bahnpolizei, Luftsicherheit (Flughafenkontrolle), Schutz von Bundesorganen, Aufgaben auf hoher See (Küstenwache), Aufgaben im Notstands- und Verteidigungsfall, Auslandseinsätze im Rahmen von Missionen der EU, UNO, UN, NATO und an Krisenherden, Unterstützung der Landespolizei, des Verfassungsschutzes und anderer Behörden, Verfolgung von Straftaten.

Für diese Aufgaben steht der Bundespolizei ein Personalumfang von 41000 Personen zur Verfügung.

Die Diskussion wurde besonders von einem Mitglied unserer Sektion belebt. Der BGS-Angehörige der ersten Stunde konnte umfassende Zeitzeugenberichte beisteuern.

Einige Beispiele aus der praktischen Arbeit beendeten den Abend:

Die Bundespolizeiinspektion Köln befasst sich mit 13000 Taschendiebstählen pro Jahr. Täglich werden 340 Straftaten verfolgt. Die bahnpolizeilichen Aufgaben beinhalteten 2012 356 Einsätze anlässlich von Fußballspielen.

 

Burkhard Popien

Oben                  &nerve der Zukunft in der Neuausrichtung der Bundeswehr.

Oberst Sanden leitete seinen Vortrag mit den demografischen, politischen und finanziellen Vorgaben für die Neuausrichtung ein. Standen im Jahr 1960 noch 600.000 20-jährige als potentielle Soldaten zur Verfügung, waren es 2010 nur noch 300.000.

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Nr. 02/2013

Periodischer Beitrag

Landesbereich III

Nordrhein - Westfalen

Frieden sichern - Zukunft gestalten.

Ein Anspruch für unser außen- und sicherheitspolitisches Forum in Nordrhein-Westfalen. Im gerade begonnenen Jahr will der Landesbereich NRW der GfW auf einige Punkte hinweisen, die uns Lesen Sie weiter...

 

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