• Do, 15. März 2012
    Düren
    Vortragsabend
    "Laser - Segen, Waffe
    oder Spielerei?"
  • Do, 15. März 2012
    Rhein-Erft-Kreis / Kreis Euskirchen
    Mitgliederversammlung
    der Sektion mit
    Neuwahl des Vorstandes
  • Di, 13. März 2012
    Landesbereich III / Recklinghausen
    Vortragsabend
    "Neuausrichtung der Bundeswehr und Konzeption der Reserve"
  • Sa, 10. März 2012
    Köln / Bonn
    8. Petersberger Gespräche
    zur Sicherheitspolitik
    Ltg.: MdB Michael Groschek
  • Di, 06. März 2012
    Essen
    Vortragsabend
    "Afghanistan -
    10 Jahre danach"
  • Di, 06. März 2012
    Düsseldorf
    Vortragsabend
    "Afghanistan -
    10 Jahre danach"
  • Do, 01. März 2012
    Lippe - Detmold
    Vortragsabend
    "Erfahrungen aus dem
    Einsatz in Afghanistan"
  • Di, 28. Februar 2012
    Lippstadt
    Vortragsabend
    "Die Aufgaben der Bundespolizei
    im Sicherheitsgefüge Deutschlands"
  • Mo, 27. Februar 2012
    Münster
    Vortragsabend
    "Paul von Hindenburg als
    Feldherr und Politiker"
  • Do, 23. Februar 2012
    Köln
    Nur für Frauen!
    WIIS - Treffen
    in der Kölner Südstadt
  • Februar 2012
    Landesbereich III
    Kooperation und Koordination
    von NRW-GfW und I./DNL-Korps
  • Do, 16. Februar 2012
    Rhein-Erft-Kreis / Kreis Euskirchen
    Eigenbericht zum Vortragsabend
    "Piraterie am Horn von Afrika" am 14.02.2012
  • Mi, 15. Februar 2012
    Minden / Bückeburg
    Pressebericht "Bildung
    wirksame Waffe gegen die Taliban"
    zum Vortrag am 09.02.2012
  • Do, 19. Januar 2012
    Rhein-Erft-Kreis / Kreis Euskirchen
    Eigenbericht zum Vortragsabend
    "Geraubte Jugend - Kindheit in Afrika" am 17.01.2012
  • Januar 2012
    Landesbereich III
    Achtung! Absage
    der Landesbereichsversammlung
    I / 2012 in Berlin
  • Januar 2012
    Landesbereich III
    Beförderung
    und Meinungsaustausch
  • Januar 2012
    Landesbereich III
    Glückwünsche für SL Arnsberg/Soest General a.D. Ulrich Nickel

Nachschau - Veranstaltung am 17.01.2012


 

Geraubte Jugend – Kindheit in Afrika

 

Vortrag am 17.01.2012

 

Referent:

 

 

Oberst a.D. Klaus Suchland

Sektionsleiter Minden

 

Sektionseigener Bericht

Als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Die Bundeswehr hilft Kindern in der 3. Welt“ ist Oberst a.D. Suchland mit den Verhältnissen in Afrika bestens vertraut – ohne sich jedoch als Experte zu bezeichnen. „Sich als Experte für einen derart vielschichtigen Kontinent mit inzwischen 54 Staaten und zahllosen Problemen darzustellen ist unmöglich“, stellte der Referent gleich zu Beginn klar.

Afrika ist der Kontinent mit der höchsten Kindersterblichkeit. 20% der Neugeborenen erreichen das 5. Lebensjahr nicht. Die Vergleichszahl für Deutschland lautet: 0,4%.

Einem sehr geringen Anteil am Weltsozialprodukt steht ein gewaltiges, ständig steigendes Wachstum der Bevölkerung gegenüber. Pro Jahr wächst die Bevölkerung Afrikas um 24 Millionen – das entspricht der Gesamtbevölkerung Australiens.

Einige Zahlen (in Klammern die Vergleichszahlen für Deutschland):

- Das Durchschnittsalter beträgt 19 Lebensjahre (D 44,2),

- die Lebenserwartung liegt bei 53 Jahren (D 79),

- die Kinderzahl pro Frau beträgt 4,7 (D 1,3).

Auf Grund der Klimaverhältnisse, die sich mit dem Klimawandel verschärfen, und der vielfältigen Konflikte und kriegerischen Auseinandersetzungen sind in Afrika ständig 84 Millionen Menschen auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen unterwegs.

Mangels anderer Perspektiven werden viele Kinder zu Soldaten, wobei zu berücksichtigen ist, dass männliche Personen in Afrika bereits mit einsetzender Pubertät zwischen 12 und 15 Jahren als volljährig gelten und damit nicht mehr als Kinder- sondern als erwachsene Soldaten betrachtet werden.

Krankheiten, an erster Stelle ist Aids zu nennen, sind eine weitere Geißel des afrikanischen Kontinents. Von weltweit 2,8 Millionen Aidstoten entfallen knapp 2,1 Millionen auf Afrika. Besonders betroffen sind die Kinder durch den Verlust der Eltern. In Afrika gibt es ca. 25 Millionen Aids-Waisen.

In den Genuss einer Schulbildung kommen in Zentralafrika weit weniger als 50% der Kinder, und auch deren Lehrer sterben zahlreich an Aids. Besser sieht es in den nord- und südafrikanischen Staaten mit bis zu 85% aus.

Afrika hat weltweit die jüngsten Mütter. In den Problemzonen (Subsahara - ohne Nord- und Südafrika) kommen 121 Geburten auf 1000 Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren. Dass zunehmend die traditionellen Stammeskulturen wegbrechen und die starke gesellschaftliche Rolle der Frau abnimmt, verschärft das Problem.

Hier zitierte der Referent ein altes afrikanisches Sprichwort: „Erziehe einen Jungen und Du erziehst einen Mann – erziehe ein Mädchen und Du erziehst ein Dorf.“

Der weltweite Armutsindex besagt, dass in Afrika der überwiegende Teil der Bevölkerung nur 1 bis 2 Dollar pro Tag zur Verfügung hat. Damit ist Kinderarbeit unverzichtbar.

Trotz der schlagwortartigen Darstellung, die durch die Fülle der Probleme vorgegeben war, hinterließ der Vortag doch großen Eindruck bei den Zuhörern. Leider konnte Oberst a.D. Suchland uns mit keiner optimistischen Perspektive nach Hause entlassen. Der afrikanische Kontinent braucht Hilfe, auch der vielzitierte „Tropfen auf den heißen Stein“ hilft einigen Kindern zu überleben.

Der Referent schloss mit einem Zitat unseres ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler:

„Für mich entscheidet sich die Menschlichkeit unserer Welt am Schicksal Afrikas.

Ist es nicht eine Frage der Selbstachtung Europas, sich im Hinblick auf unsere eigenen Fundamente, unsere Werte und Geschichte in Afrika ehrlich und großzügig zu engagieren?“

Burkhard Popien

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