Nachschau - Veranstaltung am 02.09.2010

Vortragsveranstaltung

innerhalb der Reihe

"Perspektiven der Europapolitik"

zum Thema

Chor oder Chaos? Weltmacht oder Provinz? Europas Rolle in der Welt nach dem
Lissabonner Vertrag

Referent:

 

Alexander Graf Lambsdorff

Mitglied des Europäischen Parlamentes

am Donnerstag, 02. September 2010, 17.00 Uhr

in der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

Steinstraße 48, 44147 Dortmund

 

Zum Thema:

Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages im Dezember 2009 als konsolidierter Rechtsgrundlage der Europäischen Union wurde auch ein neues Kapital in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, GASP, aufgeschlagen:

So soll insbesondere mit der Ernennung eines ständigen EU-Ratspräsidenten und einer „Außenbeauftragten“ als Leiterin des zukünftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes das außerhalb Europas oft als irritierend wahrgenommene Kompetenzgeflecht der EU-Institutionen bereinigt und deren globaler Einfluss gestärkt werden.

Als Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments ist Graf Lambsdorff maßgeblich an der Gestaltung von GASP beteiligt und bei vielen Regierungen ein gefragter Gesprächspartner mit weltweiten Kontakten. Er ist somit besonders befähigt, die zukünftige außen- und sicherheitspolitische Rolle der EU zu erläutern und wird hierbei auch zu einigen spezifischen Aspekten, wie der EU-NATO-Kooperation, Europäische Armee, Menschenrechte, Förderung von Demokratie, Klimawandel und Rohstoffe, Handel sowie zu Iran/ Nahost Stellung beziehen.

 

*****

Veranstaltungsbericht

Ein vollbesetzter Großer Saal in der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Die westfälische Sektion Dortmund konnte dazu den Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff begrüßen. Dazu hatte GfW-Sektionsleiter Thomas Schneider diesmal auch die Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW sowie mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft gesucht. Schneider freute sich daher, dass der Präsident der Auslandsgesellschaft NRW, Klaus Wegener, diese Veranstaltung persönlich begleitete.

Ein ebenso spannender Vortrag von Graf Lambsdorff wie eine intensive Diskussion über "Perspektiven der Europapolitik" verfolgten die zahlreichen Zuhörer des außen- und sicherheitspolitischen Forums.

Dabei ging es um die einheitliche europäische Außenpolitik, der mögliche Beitritt der Türkei zur europäischen Union, die Rolle Europas in den Konflikten im Nahen und Mittleren Osten, gemeinsame Streitkräfte in Europa und deren mögliche Spezialisierung sowie natürlich Europas Rolle in der Welt nach dem Lissabonner Vertrag. Wird Europa auch außenpolitische Weltmacht oder bleibt es auf diesem Gebiet Provinz? Graf Lambsdorff betonte dabei die dringend notwendige Stärkung der außenpolitischen Rolle. Dazu sei es unverzichtbar, dass die Nationalstaaten auch auf diesem Politikfeld an einem Strang ziehen müssten. Der Vertrag von Lissabon gäbe dafür die Voraussetzungen.

Text: Martin Gerdes

Fotos: GfW NRW

Fotoshow zur Veranstaltung

 

Der Vertrag von Lissabon im Wortlaut

Kontakt:
Weitere Veranstaltungsinformationen erhalten Sie von

Herrn Thomas Schneider

THA_Schneider@diplomats.com

bzw. Tel: +32 2 770 2031

 

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