Nachschau - Veranstaltung am 29.04.2014

 

Vortragsabend

zum Thema

Afghanistan - quo vadis?

Referent:

Oberstleutnant a.D.

Thomas Löbbering

am Dienstag, 29. April 2014,19.30 Uhr
im Haus Basten
Konrad- Adenauer. Str.118,
Eingang Friedlandplatz

Geilenkirchen

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Pressebericht

GfW lädt im Haus Basten zu einem aktuellen Blick nach Afghanistan ein

Von Markus Bienwald

Auf Einladung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) mit Herbert Wölfel (l.) und Josef Latour (r.) referierte Oberstleutnant a.D. Thomas Löbbering im Geilenkirchener Haus Basten zum Thema „Afghanistan - Quo vadis?".  Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Wo geht es hin am Hindukusch? Was bedeutet das deutsche Engagement im Rahmen des internationalen Einsatzes? Auch diesen Fragen stellte sich beim jüngsten Vortrag der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), Sektion Aachen/Heinsberg, mit Oberstleutnant a.D. Thomas Löbbering ein ausgewiesener Spezialist in der Materie.

40 Interessierte

Gut 40 Interessierte waren im Haus Basten erschienen, um den von Löbbering gezeichneten Weg zur Fragestellung „Afghanistan - Quo vadis?" nachzuverfolgen. Löbbering konnte dabei unter anderem als Berater von Botschafter Rüdiger König, militärischer Vertreter im Krisenteam der Botschaft und Verbindungsmann zu den internationalen Truppen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. „Das deutsche Engagement in Afghanistan fügt sich nicht nur in das internationale Engagement ein, es wäre ohne dieses nicht denkbar", machte er deutlich.

Zivile Entwicklungshilfe

Wichtig war ihm auch, darzulegen, dass die zivile Entwicklungshilfe künftig im Vordergrund stehen soll. Dazu ließ er die sozialen und innerstaatlichen Entwicklungen seit Beginn der internationalen Mission am Hindukusch Revue passieren. Wahlen, bei denen beispielsweise Hamid Karzai zum Staatsoberhaupt wurde, religiöse Entwicklungen, politische Interessen- und Gemengelagen und nicht zuletzt die Verteilung der Geschlechterrollen und die stete Suche nach dem Konsens zwischen religiöser und weltlicher Rechtsprechung spielten für ihn eine tragende Rolle.

„Mitnichten ist in Afghanistan alles schlecht", machte Thomas Löbbering klar, „denn es wurde schon viel erreicht", unterstrich er. Natürlich sei noch viel zu tun, so müsse beispielsweise ein regionales Sicherheitssystem aufgebaut werden. Eine Nationalarmee in Afghanistan, die auf Dauer wegen der Kosten von rund einer Milliarde Euro pro Jahr nur extern finanzierbar sei, betrachtete er als führungsschwach und nur bedingt einsatzbereit. Auch daher sei das deutsche Engagement mit ziviler und militärischer Aufbauhilfe unverzichtbar. Langfristig engagiert „Deutschland ist langfristig engagiert, das hört nicht mit dem Ende des Internationalen Einsatzes in diesem Jahr auf, sondern geht bis 2024 national wie international weiter", schloss Oberstleutnant a.D. Löbbering. Und die zivile Entwicklungshilfe werde dazu künftig einen entscheidenden Beitrag leisten.

 

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