Nachschau - Veranstaltung vom 04.- 08.11.2013

 

 

 

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vom 06.12.2013

Deutsches Engagement im Ausland

Politisch interessierte Bürger aus unserer Region informieren sich in Berlin

Der Gesandte (stehend) sowie der Wirtschaftsattaché der Botschaft (rechts) umgeben von Reiseteilnehmern aus der Region Geilenkirchen

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Die großen Naturkatastrophen wie zuletzt auf den Philippinen scheinen unausbleiblich. Wenn irgendwo in der Welt Vulkane ausbrechen, Erdbeben, Unwetter oder Sturmfluten verheerende Schäden verursachen, dann benötigen die Betroffenen rasche Hilfe und Unterstützung vor Ort. Häufig kommen dann Helfer und Retter auch aus Deutschland. Wenn in politisch instabilen Staaten internationale Wahlbeobachter die Durchführung demokratischer Wahlen überwachen, dann sind in der Regel auch Deutsche dabei. Deutsche Polizeibeamte tragen Verantwortung in internationalen Polizeieinsätzen wie z. B. auf dem Balkan. Und wenn bei internationalen Krisen oder Bürgerkriegen die Vereinten Nationen oder die EU einen gemeinsamen militärischen Einsatz beschließen, dann entscheiden sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestags vielleicht auch für die Teilnahme deutscher Soldaten, wie im Falle Afghanistans oder bei maritimen Einsätzen vor der Küste Somalias.

Nirgendwo kann man einen besseren Einblick in die vielfältigen und weit gefächerten deutschen zivilen und militärischen Auslandseinsätze gewinnen als im politischen Zentrum Deutschlands, der Bundeshauptstadt Berlin. Und genau dieser Einblick war eines der Ziele einer Studienfahrt der Sektion Aachen/Heinsberg der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik. Mit hervorragender Unterstützung durch den Jugendoffizier Geilenkirchen und die Arbeitsgemeinschaft Staat und Gesellschaft informierten sich vor Ort in Berlin während 5 Tagen rund 30 politisch interessierte Teilnehmer, überwiegend aus Geilenkirchen und Übach-Palenberg, über aktuelle außen- und sicherheitspolitische Entwicklungen. Dazu gehörte ein Besuch beim Bundesministerium des Inneren über die Durchführung internationaler Polizeieinsätze. Im Berliner Zentrum für internationale Friedenseinsätze wurde verdeutlicht, wie die Auswahl und Ausbildung von ziviler Expertise erfolgt und wie diese Experten dann durch das Auswärtige Amt kurzfristig weltweit eingesetzt werden können. Dritter Schwerpunkt war Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung durch sog. Non Governmental Organisations(NGOs). Am Beispiel von „Oxfam Deutschland“ wurde verdeutlicht, wie durch konsequenten Verzicht auf Zusammenarbeit mit bewaffneten Kräften humanitäre Hilfe auch in Krisengebieten geleistet werden kann. Vierter und letzter Schwerpunkt war schließlich der Besuch im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam, wo es um Auslandseinsätze der Bundeswehr ging, insbesondere den aktuellen Stand der Ausbildungsmission im afrikanischen Mali.

Ein besonderer Höhepunkt der Studienfahrt war dann der Besuch bei der afghanischen Botschaft in Berlin. Dort nahm sich der Gesandte der Botschaft, Abed Nadjib, in bestem Deutsch viel Zeit für seine Einschätzung der Lage und der erzielten Verbesserungen durch die Auslandshilfe der letzten Jahre. Unvergesslich bleiben die eindringlichen, sehr persönlichen und emotionalen Ausführungen des Diplomaten und sein Bemühen, den deutschen Gästen Zuversicht und Vertrauen auf eine positive Zukunftsentwicklung  Afghanistans auch nach dem Abzug der alliierten Kampftruppen in 2014 mitzugeben.

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